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Zimmerpflanzen pflegen

Topfpflanzen sorgen für mehr Natur in den heimischen vier Wänden. Die enorme Vielfalt an Pflanzen für drinnen verlockt zur Anschaffung und Pflege. Aber wie gelingt die Pflanzenpflege innerhalb der Wohnräume? Welche Ansprüche gehen mit dem Kauf einher und was brauchen Zimmerpflanzen? Kriterien, wie das Substrat, der Standort, die Wasser- und Lichtmenge, sind für einen grünen Daumen essenziell. Dieser Artikel erklärt, worauf zu achten ist, damit es hinter der Fensterscheibe blüht.

Was Zimmerpflanzen brauchen: Pflegetipps

Kaum etwas verkörpert deutlicher die Natur als Pflanzen. Dabei können Pflanzenfreunde Fehler machen, sodass die geliebte Topfpflanze schnell die Blätter hängenlässt. Bei jeder Zimmerpflanze zählt vor allem der natürliche Ursprung, um die Pflege korrekt gestalten zu können.

Demnach stammen z. B. Orchideengewächse vorwiegend aus den tropischen Regionen. Dort herrscht im Regelfall eine hohe Luftfeuchtigkeit. Dagegen zählen Palmen, Sukkulenten und Kakteen eher zu Gewächsen, die in der Natur mit trockenen Zeiträumen zurechtkommen.

Für die Zimmerpflanzenpflege zählt der Grundsatz: Blühpflanzen (z. B. Orchideen) brauchen allgemein mehr Aufmerksamkeit als Blumen, die immergrün sind (Bsp.: Efeugewächse). Welche Hinweise erleichtern die Blumenpflege zusätzlich?

Standort richtig wählen: Hier fühlen sich Blumen wohl!

Der Platz ist für Pflanzen ein essenzielles Thema. Nicht jede Zimmerblume verträgt Sonnenlicht oder Dunkelheit und Schatten. Oft beklagen Pflanzenbesitzende, dass ihre Zimmerpflanze schlecht gedeiht oder sogar eingeht und stirbt. In vielen Fällen liegt das Problem beim Standort begründet. Wo ist das ideale Plätzchen für die jeweilige Blume?

Für Zimmerpflanzen lassen sich die geeigneten Orte zwischen sonnig bis hell und schattig bis halbschattig einteilen. Tendenziell bevorzugen folgende Pflanzen eher einen taghellen Standort:

  • Zimmerbambus
  • Schefflera
  • Kakteen
  • Efeutute

Im Gegensatz dazu bevorzugen die nachstehenden Pflanzensorten einen dunkleren Standort:

  • Drachenbaum
  • Einblatt
  • Gummibaum

Tendenziell eignen sich bspw. Bubiköpfe mit ihren vielen, kleinen Blättchen für viele Standorte: Ob halbschattig oder hell – der krautige Bubikopf kommt allgemein gut klar. Einzige Voraussetzung: Das Bewässern muss zu seinen Ansprüchen passen. Das heißt, diese Pflänzchen werden idealerweise von unten her gegossen. Dadurch können die zarten Wurzeln optimal Feuchtigkeit ziehen.

Zimmerpflanzen wässern: trocken vs. nass

Beim Gießen meinen es die meisten Menschen mehr als gut. Die Pflanzen bekommen oftmals unregelmäßig Wasser. Vielfach „ertrinken“ die Zimmerpflanzen – oder sie vertrocknen in selteneren Fällen. Damit es mit der Bewässerung im Zimmer funktioniert, stehen auch in diesem Punkt die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzensorte im Fokus.

Manche Pflanzen brauchen zum optimalen Wuchs eine hohe Luftfeuchtigkeit, andere bevorzugen trockene Verhältnisse. Die größte Gefahr beim Gießen der Blumen besteht in jedem Fall in der gefürchteten Staunässe. Sobald die Topfpflanzen zu nass stehen, kann die Feuchtigkeit nicht richtig abfließen. Dadurch nehmen die Wurzeln schlechter Wasser auf und „atmen“ schlechter durch das Substrat, um Nährstoffe aufzunehmen. Das zieht schlimmstenfalls Wurzelfäule nach sich, sodass die Pflanze eingeht und abstirbt. Um das zu verhindern, können folgende Pflegetipps weiterhelfen:

  • Bedürfnisse der Pflanzen kennen: trocken, nass oder besprühen?
  • Unterteller oder Übertöpfe nutzen: Überschüssiges Wasser ablaufen lassen!
  • vorm Gießen die Trockenheit messen: Finger 1 bis 2 cm tief ins Substrat halten und testen, wie feucht es ist; alternativ Feuchtemesser verwenden
  • Drainage gegen Staunässe anwenden: Kies, Steine oder Tonscherben unter dem Substrat schichten, um den Wasserabfluss zu verbessern

Umtopfen von Zimmerpflanzen: Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist

Nährstoffe gelten als wesentliche Elemente der Pflanzenpflege. Über das Substrat nehmen die Topfpflanzen mit den Wurzeln die Mikronährstoffe auf. Bei einer richtigen Zusammensetzung und ausreichend Platz im Topf ermöglicht dies einen schönen Wuchs. Allerdings stellen sich Pflanzenfans zurecht die Frage, wann der Moment zum Umtopfen gekommen ist.

Im Regelfall genügt es, wenn junge Pflanzen regelmäßig einen größeren Blumentopf und frisches Substrat bekommen. Das ist im Durchschnitt jährlich oder im 2-Jahres-Rhythmus der Fall. Das verhilft jenen Zimmerpflanzen, die stark treiben und wachsen, zu einem kräftigen Wuchs.

Ältere Topfpflanzen brauchen diese grundlegende Stärkung nicht. Sie verfügen bereits über die finale Größe im Topf und treiben weniger aus. Dadurch benötigen sie tendenziell geringere Mengen an Nährstoffen als junge Pflänzchen. Für die älteren Blumen und Gewächse kann es daher ausreichend sein, nach drei oder vier Jahren das Umtopfen vorzunehmen.

Woran lässt sich erkennen, dass der Zeitpunkt gekommen ist? In erster Linie gilt die Empfehlung, im Frühjahr umzutopfen. Während des Frühlings beginnt die Wachstumsphase der meisten Gewächse. Sie treiben neu aus und bilden Blüten. Alle Zeichen stehen dadurch auf „Vermehrung“. In dieser Zeit steigt durch die längeren Sonnenstunden und wärmeren Temperaturen ebenfalls der Bedarf an Nährstoffen.

Wer unsicher über den Zeitpunkt ist, kann die Pflanze im Topf überprüfen. Sobald das Substrat umfassend durchwurzelt ist, kann ein größerer Blumentopf zum Einsatz kommen. Das gilt ebenfalls, wenn das Wurzelgeflecht bereits aus dem Abzugsloch im Topfboden wachsen. Es existieren manche Pflanzensorten, die ganze Blumenkübel sprengen, sobald es zu eng wird. Dazu gehört bspw. die Grünlilie. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass die Pflanze von den Wurzeln aus ihren Topf regelrecht herausgeschoben wird. Spätestens dann lohnt sich der Wechsel zu einem größeren Pflanzgefäß.

Pflanzenpflege ohne Schädlinge – Zugluft, Heizungsluft und Outdoor als Risiken

Eine geschwächte Zimmerpflanze stellt oft ein gefundenes Fressen für Schädlinge und Ungeziefer dar. Pilze können ebenfalls problematisch sein. Für die Blumen auf der Fensterbank tragen einige Faktoren zur Schwächung der Pflanze bei. Damit kann es passieren, dass sie angreifbarer gegenüber äußeren Einflüssen wird. Neben der falschen Pflege (Standort, Substrat, Feuchtigkeit und Licht) spielen ebenso die Temperaturschwankungen eine bedeutsame Rolle.

Zugluft stört im Sommer kaum eine Pflanze. Die Probleme fangen an, sobald die Temperaturen draußen sinken: Die Efeutute mag bspw. keinen kalten Zugwind – sie verliert ihre Blätter, wenn es ihr zu frisch wird. Gleiches gilt für den sog. Ficus Benjamini. Im Winter kommt ein weiteres Kriterium hinzu: die Heizung.

Ein Heizkörper direkt unter der betreffenden Fensterbank fördert Trockenheit. Manchen Blumen fehlt es dadurch an ausreichender Luftfeuchtigkeit. Die Feuchte auf den Blättern verdunstet durch die trockene Wärme schneller. Zimmerpflanzen, die eine erhöhte Humidität benötigen, leiden dann recht bald.

Nicht zuletzt ist der Aufenthalt an der frischen Luft im Sommer eine Einladung für ungebetene Besucher im Topf. Schädlinge können von außen eingeschleppt werden. Dabei befinden sie sich manchmal auch an Topfpflanzen oder im Substrat von neu angeschafften Zimmerpflanzen. Sobald die Schädlinge in größeren Mengen auftreten, schädigen sie Pflanzen. Vereinzelt sind sie jedoch kein Problem für die Blumen auf dem Fensterbrett. Die häufigsten Vertreter, die für Zimmerpflanzen schädlich sein können, sind die folgenden:

  • Trauermücken
  • Läuse (Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse)
  • Thripse
  • Spinnmilben

Pflanzen drinnen pflegen – so fühlen sich Zimmerpflanzen wohl!

Blumen und Gewächse für Innenräume brauchen einer besonderen Aufmerksamkeit. Zimmerpflanzen sind auf regelmäßiges Gießen und einer angemessenen Nährstoffzufuhr angewiesen. Darin besteht ihr wesentlicher Unterschied zu den Pflanzen im Außenbereich. Um kräftige und gesunde Kübelpflanzen zu erhalten, lohnt es sich, die Pflegehinweise der jeweiligen Sorte zu beachten.

Neben dem Standort (sonnig, hell, halbschattig, schattig) spielt die Erde (z. B. für Orchideen, Kakteen, Blumen) eine bedeutende Rolle. Gleiches gilt für den Rhythmus beim Gießen und Umtopfen. Wer die Grundlagen der Pflanzenpflege beachtet, erhöht die Chance auf ein robustes, gesundes Wachstum. Zugleich sinkt das Risiko für einen Befall mit Schädlingen.

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