≡ Menu
Homeoffice

Homeoffice: Dabei handelt es sich um eine Arbeitsmöglichkeit, die sich hierzulande ohnehin schon viele Beschäftigte für ihre Tätigkeit wünschen. Das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, welche positiven Begleiterscheinungen dies mit sich bringt. Beispielsweise muss man sich weniger Gedanken um die Kinderbetreuung machen, und der Wecker klingelt zu einer Zeit, wie es für den Arbeitnehmer selbst am besten passt. Homeoffice hat einiges an Vorteilen gegenüber der Arbeit im Büro. Andererseits sind mit der Arbeit im heimischen Umfeld auch ein paar Nachteile verbunden. In diesem Artikel lassen sich einige der Vor- und Nachteile, sowie weitere interessante Informationen zum Thema Homeoffice finden.

Die Möglichkeit, arbeiten zu können, wann und wo man gerade möchte, dürfte für zahlreiche Büroarbeiter einen großen Reiz ausüben. Keine nervigen Kollegen, die einem im Büro immer und immer wieder mit unwichtigen Anliegen in den Ohren liegen. Oder in der Mittagspause ein ausgiebiges Mahl zu verspeisen, ohne das andere Mitarbeiter in der Nähe die Nase rümpfen. Auch wenn diese Dinge zunächst verlockend klingen mögen, sollte dabei auch bedacht werden, dass Homeoffice durchaus einige Schattenseiten hat. Meistens ist man während der Arbeit zu Hause alleine, sodass am Arbeitsplatz keine persönliche Kommunikation mit Kollegen oder anderen Mitarbeitern möglich ist (wenn überhaupt, dann nur per Textnachrichten oder Telefon). Da es sich bei uns Menschen um soziale Wesen handelt, kann es unter Umständen ganz schön an die Substanz gehen, wenn zum Beispiel der tägliche Plausch im Pausenraum für eine Weile ausbleibt. Ob nun allerdings die Vor- oder Nachteile bei der Arbeit im Homeoffice überwiegen, entscheidet jeder für sich selbst – zumal dies auch viel mit dem Job an sich zu tun hat. Natürlich existieren aber auch sehr viele Berufsfelder, bei denen die Arbeit von zu Hause aus schlicht nicht möglich ist. Beispielsweise Jobs, in denen materielle Dinge produziert werden, sind fürs Homeoffice denkbar ungeeignet. In klassischen Schreibtisch-Berufen hingegen sieht das ganz anders aus. In solchen Jobs sind den Arbeitnehmern theoretisch viele Möglichkeiten gegeben, ihrer Tätigkeit vom heimischen Umfeld aus per Laptop nachzugehen.

Vorteile von Homeoffice

Mehr Zeit und weniger Fahrtkosten

Homeoffice ist unter anderen deshalb so gefragt, weil dadurch Pendler keinen langen Arbeitsweg mehr haben, den sie auf sich nehmen müssen. Dadurch werden auch Fahrtkosten für Auto, Bus oder Bahn eingespart. Autofahrer müssen sich somit morgens oder nach Feierabend nicht mehr mit langer Warterei in Staus herumschlagen. Auch die ständige Parkplatzsuche fällt einfach komplett weg. Und während man als normaler Büroarbeiter ständig die Wartezeiten auf den Bus und die Bahn absitzen muss, können Angestellte im Homeoffice in dieser Zeit weiter produktiv sein, oder schneller im Feierabend ankommen. Der Kostenfaktor spielt dabei auch eine Rolle, da fast kein Arbeitgeber die Kosten der Monatstickets für öffentliche Verkehrsmittel übernimmt. Von den Kosten her ist die Arbeit im Homeoffice auch für Autofahrer sehr zu empfehlen, da sich neben ständig steigenden Spritpreisen auch der Verschleiß des Autos früher oder später im Geldbeutel bemerkbar macht. Außerdem kann im Homeoffice der Arbeitstag direkt nach dem Aufstehen entspannt begonnen werden, während Autofahrer in Bürojobs zunächst die Anfahrt hinter sich bringen müssen. Im Homeoffice könnte diese Zeit dafür genutzt werden, einiges im Haushalt zu erledigen, oder etwas Sport zu treiben.

Der eigene Biorhythmus bestimmt

In der Regel ist es ja so, dass Arbeitnehmer über ihre Arbeitszeiten nicht selbst bestimmen können, sondern sich dabei nach den genauen Zeitvorgaben ihres Chefs zu halten haben. Allerdings kann bei vielen Homeoffice-Jobs der Arbeitnehmer die Zeiten selbst frei einteilen, in denen er arbeitet. Die meisten Schreibtisch-Jobs sind klassische „Nine-to-five“-Jobs, bei denen mit der Arbeit morgens begonnen wird, und abends Feierabend ist. Im Homeoffice kann man die Arbeit jedoch häufig dem eigenen Biorhythmus anpassen. Wer also weiß, dass er Nachmittags und am frühen Abend produktiver ist als Vormittags, der kann im Homeoffice einfach die Arbeitszeiten in die entsprechenden produktiven Phasen verlagern. Die Arbeit von Zuhause aus gewährt somit vielen Mitarbeitern eine ungewohnte Freiheit. Dennoch sollte man sich im Vorfeld darüber mit dem Arbeitgeber austauschen. Denn so locker die Arbeit im Homeoffice auch von außen erscheinen mag – für Fragen von Kollegen und Kunden, sowie zu Telefonkonferenzen und ähnlichem muss man im heimischen Büro (während der Arbeitszeit) durchgehend erreichbar sein.

Umweltschutz

Unter anderem sorgt der Klimawandel dafür, dass auf der Welt immer mehr Menschen nachhaltiger leben möchten, um somit aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Und durch die Arbeit von zu Hause aus kann ein enormer Beitrag dafür geleistet werden. Denn wer im Homeoffice tätig ist, ist auf kein Fahrzeug angewiesen, um zu seiner Arbeitsstelle zu kommen. Jede besetzte Stelle im Homeoffice bedeutet somit eine ganze Menge eingespartes CO₂, welches nicht ausgestoßen wird. Ein Gutachten des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (Ifaa) kommt zu einer ähnlichen Erkenntnis. Wenn zum Beispiel in Deutschland einer von zehn Erwerbstätigen einen Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten würde, würde dies eine eingesparte Pendelstrecke von knapp 4,5 Milliarden Kilometern und eine CO₂-Einsparung von ca. 850 Millionen Kilo jährlich bedeuten. Wenn dies von zehn Leuten nicht nur einer, sondern zwei Leute machen würden, kämen wir schon auf eine Ersparnis von 1,7 Milliarden Kilogramm CO₂. Außerdem ist es gerade in Großraum-Büros häufig der Fall, dass dort ein hoher Energieverbrauch herrscht. Meistens durch große Lichtanlagen oder Kühlschränke. Je mehr Mitarbeiter also vom heimischen Büro aus arbeiten würden, desto mehr könnte die im Großraum benötigte Energie eingespart werden.

Nachteile von Homeoffice

Erfolg nur durch Selbstdisziplin

So angenehm sich die vielen Freiheiten im Homeoffice zunächst auch anfühlen mögen, so kontraproduktiv können diese sich auch auf die zu erledigende Arbeit auswirken. Wer seine Arbeit von zu Hause aus gut machen will, der muss vor allem Selbstdisziplin mitbringen. Wer bei sich im Homeoffice keine Arbeitsstruktur etabliert oder mit den gegebenen Freiheiten zu locker umgeht, wird einiges an Produktivität einbüßen müssen. Allerdings gibt es spezielle Programme, die einem in solchen Situationen wertvolle Hilfestellung geben können. Persönliche Notizen am Monitor haben sich auch oft als gute Unterstützung erwiesen, um eine bessere Struktur im Homeoffice zu schaffen. Aber auch wenn es kleine Mittel und Wege gibt, die eigene Motivation für die Arbeit zu steigern, ist Selbstdisziplin die entscheidende Grundvoraussetzung, um erfolgreich von zu Hause aus arbeiten zu können.

Weniger Karriere-Chancen

Im Büro ist es viel einfacher festzustellen, welche Mitarbeiter sich an welchen Projekten besonders beteiligt haben, und an welchen nicht. Außerdem können im Büro Arbeitserfolge schneller präsentiert werden als im Homeoffice. Des Weiteren lassen sich abgeleistete Überstunden schwieriger nachweisen, und eine hohe Produktivität und kürzere Pausen werden oft nicht wahrgenommen. Aus diesen Gründen ist Homeoffice eher weniger bei den Mitarbeitern beliebt, die große Karrierepläne verfolgen. Denn wer in der Hierarchie eines Unternehmens aufsteigen möchte, der muss im Unternehmen selbst auch Präsenz zeigen. Für solche ehrgeizigen Mitarbeiter ist Homeoffice deswegen eher für eine nebenberufliche Tätigkeit, oder für eine Selbstständigkeit ohne weitere Mitarbeiter zu empfehlen. Es ist schließlich von außen nicht ersichtlich, ob die Pläne für ein neues Gebäude oder Computerprogramm im Homeoffice ausgearbeitet worden sind, oder nicht. Daher ist die ständige Arbeit von zu Hause nicht unbedingt förderlich, wenn man auf der Karriereleiter weiter nach oben klettern möchte.

{ 0 comments… add one }

Leave a Comment