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Faszination Eishockey

Tor!! Der Ball – nein: der Puck – ist im Tor. In Sekundenschnelle hat er das Spielfeld überquert. Das geht so schnell und ist so spannend, dass die Fans gar nicht mehr an die winterliche Kälte denken, wenn sie einem Eishockeyspiel zuschauen! Kein Wunder, dass diese Sportart nach ihrer Erfindung in Kanada – im 19. Jahrhundert – schon bald den Weg „über den großen Teich“ gefunden hat und in Europa viele begeisterte Anhänger fand. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Europa die ersten für Eishockeyspiele geeigneten Eissporthallen gebaut. Olympisch ist die Sportart seit 1920.

Eishockey in Düsseldorf – die Anfänge – Düsseldorfer EG (Eishockey)

In Deutschland wurde Eishockey zu Beginn des 20. Jahrhunderts populär, naturgemäß zunächst vor allem in Bayern, wo die Winter kälter sind als im Rest des Landes. Zunächst wurde ja die Sportart auf zugefrorenen Seen ausgeübt. Aber auch im Ruhrgebiet fand die neue Sportart schnell viele Anhänger! In Düsseldorf existierten um 1930 schon verschiedene Eislaufvereine. Ein sportbegeisterter Industrieller, Ernst Poensgen (1871 – 1949), kam auf eine zukunftsweisende Idee: Er schlug vor, die Düsseldorfer Eissportvereine zusammenzuschließen. So entstand 1935 die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft, also die Düsseldorfer EG, mit ihren Vereinsfarben rot-gelb. Ernst Poensgen sorgte als Hauptsponsor auch dafür, dass „sein“ neuer Verein eine Eissporthalle bekam: Die Eissporthalle an der Brehmstraße in Düsseldorf konnte mit der Hilfe des Sponsors bereits am 8. November 1935 eingeweiht werden. Diese Halle existiert noch heute. Sie wurde von der Düsseldorfer EG bis 2006 für die Profispiele genutzt und dient heute noch für die Spiele der Jugendlichen und als Trainingshalle.

Die DEG im 20. Jahrhundert

Im Eisstadion an der Brehmstraße fanden bis zu 8.000 Zuschauer Platz, und die Heimspiele der Düsseldorfer EG wurden immer gut besucht. Ein erster Höhepunkt der Vereinsgeschichte war die deutsche Vizemeisterschaft 1938. Als Trainer des Teams fungierte zu der Zeit der Kanadier Bobby Bell. Im Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) konnte natürlich von einem geregelten Sportbetrieb keine Rede mehr sein. Die Eissporthalle an der Brehmstraße wurde durch Kriegseinwirkungen zerstört und musste nach 1945 wieder aufgebaut werden. Mit dem Frieden kam der Spaß am Sport zurück. Die Düsseldorfer EG organisierte sich neu und konnte in den 1950er Jahren bereits wieder in der Oberliga mitmischen. Die Düsseldorfer gehörten auch 1958 zu den Gründungsvereinen der Eishockey-Bundesliga. Leider glückte der Start nicht so gut wie gewünscht: Nach der ersten Spielzeit erfolgte bereits der Abstieg in die Oberliga! Die bayrischen Vereine (Rosenheim, Riessersee, Füssen, Bad Tölz …) dominierten die Bundesliga allzusehr. Aber 1965 gelang der Düsseldorfer EG der Wiederaufstieg, und nun stellten sich nach und nach wirklich große Erfolge ein – trotz der Bayern! 1967, 1972 und 1975 wurde die Düsseldorfer EG Deutscher Meister, in der Saison 1972/73 glückte die Vizemeisterschaft (hinter dem EV Füssen), ebenso wie 1979/80 (hinter dem Mannheimer ERC), 1986 (hinter dem Kölner EC) und 1989 (hinter dem SB Rosenheim). Und die 1990er Jahren dürfen ohne Übertreibung als Glanzzeit der Düsseldorfer EG bezeichnet werden: 1991, 1992 und 1993 gelang die Meisterschaft in der Bundesliga. 1996 wurden die Düsseldorfer Meister der 1992 gegründeten DEL (Deutsche Eishockey Liga). Aber im Sport scheint es ein Naturgesetz zu sein, dass nach großen Erfolgen immer mal wieder Enttäuschungen warten: Die Düsseldorfer EG stieg 1998 aus der DEL ab in die 2. Liga („Bundesliga“ genannt). Und dann kam doch wieder ein Erfolgserlebnis: Gerade zum Beginn des neuen Jahrhunderts gelang wiederum der Aufstieg! Die Düsseldorfer EG wurde in der Saison 1999/2000 Meister der 2. Liga und konnte wieder in die DEL aufsteigen.

Die DEG im 21. Jahrhundert

Die ersten Jahre dieses Jahrhunderts sind vielen Fans der Düsseldorfer EG noch in lebendiger Erinnerung. Nicht allen Fans hat es gefallen, dass ihr Lieblingsverein zehn Jahre lang (nämlich von 2002 bis 2012) einen neuen Namen tragen musste. Aber es ließ sich nicht vermeiden, denn um 2001/2002 drohte dem Verein die Insolvenz. Ein Sponsor, die Firma Metro, sprang ein und verhinderte das Schlimmste. Im Gegenzug musste der Verein sich in „DEG Metro Stars“ umbenennen. In der „Metro Stars“-Zeit gelang immerhin ein schöner sportlicher Erfolg, nämlich der Pokalsieg 2006. 2012 stellte der Sponsor Metro seine Unterstützung der Düsseldorfer ein, wieder geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten. Aber die Stadt Düsseldorf sowie verschiedene neue Sponsoren halfen, der Spielbetrieb war wieder gesichert – und der Verein durfte seinen alten, traditionellen, den Fans vertrauten Namen wieder tragen! In die Düsseldorfer EG kamen neue Spieler, und die Fans konnten wieder spannende Spiele erleben, und bei allen Heimspielen ist seit dem Jahr 2000 auch das Maskottchen der DEG dabei: der Löwe „Düssi“. Ein großer Rückschlag für alle Sportfans – Aktive und Zuschauer – erfolgte im März 2020. Infolge der Corona-Epidemie mussten die Playoffs für die Deutsche Meisterschaft abgesagt werden.

Die Spielstätte für die Heimspiele der DEG

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts ergab sich für die Düsseldorfer EG die Notwendigkeit, eine neue Eissporthalle zu errichten. Der Traum von der großen, neuen Halle wurde wahr! Nur ca. 5 km von der alten Eissporthalle Brehmstraße entfernt, im Stadtteil Rath, wurde die neue Halle gebaut. Dieser „ISS DOME“, ein von außen sehr modern, ja futuristisch wirkendes Bauwerk, wurde am 2. September 2006 eröffnet. Die Halle verfügt über ein Parkhaus und ist auch mit der Straßenbahnlinie 701 zu erreichen. Über 12.000 Zuschauer fanden zum Zeitpunkt der Eröffnung darin Platz. Seit der Renovierung 2019 können sogar 15.151 Zuschauer zu den Heimspielen kommen. Die Fankneipe innerhalb der Halle ist außerordentlich beliebt. Wer eine besonders gute Sicht und einen bequemen Platz haben möchte, kauft sich eine Karte für eine VIP-Loge. Seit 2020 trägt die Eissporthalle einen neuen Namen: „PSD Bank Dome“.

Die Fans

Über einen Mangel an begeisterten Anhängern konnte sich die Düsseldorfer EG nie beklagen! Verschiedene Fanclubs sind in dem „offiziellen“ Fanclub „DEG Club 1935“ vereinigt. Der Verein verfügt auch über fünf hauptamtliche Fan-Beauftragte, die sich zum Beispiel für Besucher mit Handicap und für die Vermittlung zwischen Ordnern und Fans einsetzen. Bei der Eissporthalle Brehmstraße wartet dreimal wöchentlich (dienstags, mittwochs und samstags) der Fanshop auf Fans, die gern einen Schal oder ein T-Shirt in den Vereinsfarben ihres Lieblingsclubs kaufen möchten.

Die Düsseldorfer EG heute – und ein kleiner Blick in die Zukunft

In der DEL-Saison 2020/21, die coronabedingt verkürzt ausgetragen wurde, hat sich die Düsseldorfer EG recht gut geschlagen: Der Verein hat die Playoffs zur Meisterschaft nur ganz knapp verfehlt. In Gruppe Nord und Gruppe Süd kamen je vier Teams in die Playoffs. Die Düsseldorfer EG erreichte in ihrer Gruppe Nord leider nur Platz 5. Im Magenta Sportcup kam die DEG in das Halbfinale, verlor es jedoch gegen den EHC Red Bull München mit 3 : 1. Die Düsseldorfer EG wird sicherlich auch in der neuen Saison alles geben. Der Trainer Harold Kreis, der Co-Trainer Thomas Dolak und der Fitnesstrainer Danny Beckers können mit einem guten Kader aus 15 Stürmern, 9 Verteidigern und 3 Torhütern arbeiten. Der Erfolg wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen! Und für den Nachwuchs ist auch gesorgt: Die DEG verfügt über sieben Jugend-Teams: U 7, U 9, U 11, U 13, U 15, U 17, U 20. Dazu bietet der Verein eine „Laufschule“ für Kinder von vier bis fünf Jahren an. Die Kinder lernen zuerst das Eislaufen (Schlittschuhe können vor Ort geliehen werden!), und so mancher kleine Läufer wird dann vielleicht zum Fan der DEG oder sogar – wer weiß? – zum Jugendspieler! Die Zukunft des traditionsreichen Sportvereins ist jedenfalls gesichert!

Basispartner: AFL Schlüsseldienst Düsseldorf

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