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Baumpflege, Baumschnitt

Blumen und Bäume richtig pflegen und schneiden muss kein Problem darstellen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie es im Garten und Zimmer blüht, brummt und grünt!

Bäume schneiden: So gelingt der richtige Schnitt zur richtigen Zeit!

Das regelmäßige Schneiden von Bäumen verhilft der Pflanze zu einem dichteren und ertragreicheren Wuchs. Zusätzlich lassen sich Schäden durch einen korrekten Baumschnitt beheben, ehe der Baum darunter leidet. Der Lichteinfall ist hierbei ein weiteres Kriterium, um Bäume schöner wachsen zu lassen.

Generell ist für den Baumschnitt die Jahreszeit wichtig. Dauerfrost sowie Temperaturen von weniger als -5 °Celsius eignen sich schlecht für den Schnitt. Trotzdem kann der Winter ideal sein. Denn dann haben die Bäume üblicherweise das Laub abgeworfen. Die kahlen Äste erlauben dadurch einen ungehinderten Blick auf den Wuchs. Zudem finden sich im Winter selten Schädlinge und Pilzsporen, die den Baum schwächen könnten.

Im Gegensatz zum Winter ist der Sommer ideal, um dem Baum mehr Licht zu gönnen. Dabei erlaubt die sommerliche Wärme und das tendenziell trockenere Wetter einen besseren Schutz der Schnittwunden. Vorsicht ist jedoch bei stark blutenden Arten geboten (Ahorn, Walnuss). Für das Beschneiden von Bäumen kommen grundsätzlich 3 Schnittvarianten infrage:

  • Erhaltungsschnitt
  • Obstbaumschnitt
  • Kronenschnitt

Eine Baumschere oder Gartenschere ermöglicht das bedarfsgerechte Schneiden. Für den Erhaltungsschnitt werden vorrangig die Triebe „gestutzt“. Das dient dem formschönen Erhalt der Bäume. Dabei soll die Art des Baumes ihre charakteristische Form beibehalten.

Der Obstbaumschnitt hingegen ist komplexer und erfordert mehr technisches Können. Bei dieser Schnittvariante stehen die Gesundheit der Bäume und ihr Ertrag im Fokus der Aufmerksamkeit. Der ideale Lichteinfall sowie die natürliche Form sind essenzielle Faktoren, die zu beachten sind.

Zuletzt bietet der Kronenschnitt die Gelegenheit, eine ästhetische und vor allem gesunde Baumkrone zu erhalten. Die Form einer Pyramide ist im Allgemeinen empfehlenswert: Die unteren Zweige bleiben dabei länger als die oberen.

Blumenpflege leicht gemacht: Im Garten und Zimmer Blütenpracht genießen

Gartenblumen und Zimmerpflanzen unterscheiden sich oft bei den Pflegeansprüchen. Feuchtigkeit und Schädlinge stellen bei Blumen im Zimmer ein häufigeres Problem dar. Zudem tendieren Besitzende dieser Pflanzen eher zu Pflegefehlern. Im Garten nimmt sich die Natur der meisten Probleme an. Es lohnt sich deswegen, die Bedürfnisse der jeweiligen Blumen zu kennen – sowohl im Garten als auch auf der Fensterbank. Welche Ansprüche stellen die Basis einer gelungenen Blumenpflege dar?

Für die optimale Blumenpflege sind die folgenden Aspekte beachtenswert, um gesunde und kräftige Pflanzen zu erhalten:

  • Standort (schattig, halbschattig, halbsonnig oder sonnig)
  • Feuchtigkeit (üblicherweise bietet die Raumluft zwischen 60 und 70 Prozent Feuchtigkeit; tropische Pflanzen benötigen teilweise mehr als 80 Prozent Luftfeuchte; Wüstengewächse wie Kakteen brauchen wenig Wasser)

Die häufigsten Pflegefehler liegen darin, die Blumen am falschen Standort zu platzieren (zu hell/dunkel) oder sie zu häufig/selten zu gießen. Bekommt die Blume bspw. zu viel Wasser, droht gefährliche Staunässe entlang der Wurzeln. Eine zu geringe Wassermenge führt hingegen zum Vertrocknen und Welken der Pflanze. Viele Blumen mögen die gelegentliche Dusche oder ein kurzweiliges Tauchbad. In manchen Fällen eignet sich auch das Besprühen und anschließende Abwischen der Blätter. Dadurch lassen sich sowohl einzelne Schädlinge als auch Staub beseitigen.

Für eine schöne Blütenpracht spielen das Substrat und die Nährstoffversorgung ebenfalls eine wichtige Rolle. Es gibt spezielle Erde für Kakteen, Blumen und Orchideen. Sie ermöglicht eine auf die Blumen abgestimmte Versorgung mit Nährstoffen. Das regelmäßige Umtopfen in frische Erde und einem größeren Topf kann ebenfalls dazu beitragen, die Blumen im Zimmer zu stärken.

Schädlinge bei Pflanzen erkennen

Viele Insekten erfüllen wichtige Funktionen im ökologischen Gleichgewicht. Unter bestimmten Umständen können sie jedoch Überhandnehmen. Dann schädigen sie massenhaft den Blumen, Bäumen und Gewächsen, sodass Hilfe nötig ist. Die folgenden Schädlinge treten oft auf:

  • Spinnmilben
  • Blattläuse
  • Schnecken
  • Trauermücken
  • Schildläuse

Spinnmilben finden sich besonders im Herbst an Zimmerpflanzen. Die Schädlinge zeichnen sich an den Blattoberflächen durch helle, feine Sprenkel aus. Die 0,5 Millimeter großen Tierchen saugen die Pflanzen aus. Das Ergebnis: Die Pflanze vertrocknet. Hilfreich ist es, die betroffene Blume zu isolieren und abzuduschen. Danach kann die Pflanzenkrone in einer durchsichtigen Tüte abgeschottet werden. Durch die verstärkte Feuchtigkeit sterben die Spinnmilben nach rund 2 Wochen ab. Raubmilben können ggf. als Nützlinge gegen Spinnmilben vorgehen.

Blattläuse gelten als häufig auftretende Schädlinge. Auch sie saugen den Pflanzensaft aus und führen zu verkümmernden und vertrocknenden Pflanzen. Dabei können sie sowohl schwarzbraun als auch rotbraun oder grün gefärbt sein. Durch das Abduschen lässt sich ein Großteil der Schädlinge abspülen. Zudem können Pflanzenschutzstäbe, Chrysanthemen-Extrakt oder Kaliseife gegen sie zum Einsatz kommen.

Schildläuse stellen eine weitere schädigende Art aus der Gattung der Pflanzenläuse dar. Sie zeigen sich in Form von braunen, runden Höckern auf Pflanzenteilen. Ist der Befall noch gering ausgeprägt, können sie einfach mit einem Tuch abgewischt werden. Bei stärkerem Befall nutzen viele Präparate mit Öl (z. B. Paraffin). Diese führen zum Ersticken der Schildläuse.

Im Garten gelten Schnecken als gefräßige und gefürchtete Schädlinge. Sie zerstören gerne die Gemüseernte und hinterlassen eine silbrig schimmernde Spur aus Schleim. Wer diesen Schädlingen etwas entgegensetzen will, vertraut entweder auf das Sammeln per Hand oder nutzt Präparate, wie z. B. Schneckenkorn. Ein spezieller Schneckenzaun erfüllt ebenfalls seinen Zweck.

Trauermücken treten hauptsächlich im Winter auf. Die kleinen Tiere legen ihre Larven in die Blumenerde, wo sie sich von den Wurzeln ernähren. Auf diese Weise schädigen sie nachhaltig die betroffene Pflanze. Um den Befall zu bekämpfen, reicht es zum großen Teil, das Gießen für eine Weile zu vermeiden. Denn die Trauermücken mögen vor allem dauerfeuchtes Substrat. Genügt dies nicht, können Gelbsticker oder Gelbtafeln verwendet werden. Darauf kleben die fliegenden Trauermücken fest und verenden letztlich.

Nützlinge der Pflanzenwelt: natürliche Freunde im Garten

Im Garten und Zimmer können verschiedene Nützlinge eingesetzt werden, um Schädlinge zurückzuhalten. Nützliche Tiere im Garten tragen zum ökologischen Gleichgewicht bei und schützen nebenbei die Blumen, Bäume und Gewächse. Folgende Nützlinge gelten als natürliche Gartenfreunde:

  • Schlupfwespen
  • Marienkäfer
  • Igel
  • Schmetterlinge
  • Bienen

Schlupfwespen beißen und stechen nicht. Sie sind für Menschen und Haustiere vollkommen ungefährlich. Sie eignen sich optimal zur künstlichen Ansiedlung. Auch die Zucht ist mit ihnen möglich. Dabei vertilgen sich verschiedene Läuse und Obstwickler. Auch bei einem Befall mit der sog. „Weißen Fliege“ erweist sich die schwarz gefärbte Schlupfwespe als nützlich.

Marienkäfer gelten hingegen als typischer Fressfeind der Blattlaus. Die roten, schwarzgepunkteten Käfer sind kugelig geformt und maximal 12 Millimeter groß. Die Punkte können dabei in unterschiedlicher Zahl auftreten. Mit Steinen, Laub und größere Grasbüschel im Garten übrig lässt, ermöglicht Marienkäfern gute Plätze zum Überwintern.

Igel vertilgen ebenfalls viele Schädlinge im Garten. Käfer, Würmer oder Schnecken können ihnen dabei vor die Schnauze geraten. In jedem Fall wirken aber Gifte gegen Ratte oder Schnecken auch auf die nützlichen Igel tödlich.

Im Gegensatz zum Marienkäfer und Igel stellen die Schmetterlinge einen wertvollen Indikator für die Biodiversität dar. Im Garten bestäuben sie hauptsächlich Blütenpflanzen, wobei nicht jeder Schmetterling für jede Blume infrage kommt. Wer extra Pflanzen setzt, die für Schmetterlinge geeignet sind, leistet einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Vielfalt. Zu guter Letzt gelten Bienen neben Wespen und Hummeln als wichtige Bestäuber von Blütenpflanzen.

Fazit: Bäume schneiden, Blumen pflegen – so brummt der Garten!

Wer einige grundlegende Dinge beachtet, erfreut sich schon bald an einer gelungenen Pflege von Bäumen und Blumen. Optimaler Wuchs, reiche Ernten und insektenfreundliche Blüten gelingen mit dem richtigen Baumschnitt und der passenden Blumenpflege leicht. Dieser Artikel hat die Basics kompakt zusammengefasst.

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